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FAQ´s - 1 - Ruckeln, Lambdasonde kaputt, AGR-Ventil spinnt ?

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Ich tanke nur Markensprit, wie kommt denn Wasser in den Tank?

Egal ob Marke oder nicht, das Wasser kommt nicht vom Tanken. Im Gegenteil, vom Fahren. Sinkt die Kraftstoffmenge im Tank, dann strömt Luft nach, und damit Luftfeuchtigkeit. Durch Temperaturveränderungen (abkühlen nachts) kondensiert der Wasserdampf an der Tankwandung, sammelt sich dann an der tiefsten Stelle im Tank. Genau da gabs früher mal eine Ablaßschraube. Also: Wer seinen Tank immer relativ voll hält hat weniger Wasser im Tank. Bei Booten gibt's den grössten Ärger.

Warum nehmen Motorprobleme zu?

Die Ursache liegt in der Umweltschonung. Früher wurden Motoren gebaut, um die bestmögliche Leistung zu erzielen, bei Flugzeugen oder Rennsport wie Formel 1 ist das heute noch so. Heute aber sind zuerst die Abgaswerte entscheidend, die Hersteller müssen die vom Gesetzgeber festgelegten Emissionswerte einhalten. Diese werden ca. alle 4 Jahre eine weitere Stufe verschärft. So dürfen z.B. seit 01.01.2009 nur noch Neufahrzeuge zugelassen werden, die die Abgasnorm Euro5 erfüllen. Die momentan strengsten Abgasvorschriften weltweit hat Kalifornien.

Aber woher kommt das Ruckeln, Drehzahlschwankung, Leistungsloch, Ruß?

Um die Abgaswerte so hinzubekommen, wie sie verlangt werden sind die Hersteller gezwungen, die Einspritzsysteme zu verändern. Durch den Einbau von immer mehr Sensoren, Fühlern, Gebern, Reglern, Ventilen.... entstand so ein Zusammenspiel von zig Bauteilen, die heute Einfluß auf die Verbrennung haben. Um Schadstoffe noch mehr zu reduzieren wird sogar ein Teil der Abgase über die normale Luftzufuhr wieder mit angesaugt. So werden die Systeme immer komplizierter und sensibler. Es sind im Gegensatz zu früher vielleicht nicht mal mehr Rückstände im Motor, aber die Auswirkungen sind eben heute ganz anders.

Warum tut mein Autohaus sich so schwer ( Fehlerspeicher auslesen )?

Der Fehler liegt in der Mechanik und nicht in der Elektronik. Auch wenn das Auto alle 10 Jahre neu erfunden wird, eines hat sich nicht geändert, das Auto läuft noch immer mit Benzin. Oder Diesel. Man meint heute, und das ist in der Berufsausbildung schon so, mit teuren elektronischen Testgeräten alles unter Kontrolle zu haben, den Fehler auslesen zu können. Das vermeintlich defekte Teil getauscht (der Rest des Systems ist noch immer verdreckt), wundert man sich, daß der Kunde wieder vor der Tür steht. Außer daß es Umsatz bringt, verärgert es den Autofahrer. Immer öfter rufen uns Werkstätten um Hilfe an.

Wie läuft denn Eure Motor-Reinigung genau?

Die meisten Teile die getauscht werden, sind nicht kaputt, sondern nur durch Rückstände in ihrer Funktion beeinträchtigt (Verharzung in Injektoren, Ölkohle an Ventilen, zugesetzte AGR-Ventile, Rußbelag an Lambdasonde, im KAT....) Bei der Motor-Reinigung läuft der Motor anstelle von Kraftstoff mit einem speziellen Mittel. Dieses löst molekular, also schonend die Kohlenstoffablagerungen ab, so werden gleichzeitig viele Teile von der Sauberkeit her wieder relativ nahe an den Urzustand zurück gebracht. Die Verbesserung merkt man in der Regel sofort. Und weniger Verbrauch bedeutet auch eben weniger CO2!

Ist es bei einem alten Auto nicht riskant, den ganzen Dreck rauszuholen?

Wenn es um den Ölkreislauf gehen würde sind da Bedenken (Lager / Dichtungen) sicher nicht unberechtigt. Wir bewegen uns aber im Verbrennungsbereich, es geht ja gerade darum, daß Ein- und Auslaßventile wieder richtig schließen, also dicht sind, Einspritzventile oder -düsen wieder sauber zerstäuben, Kraftstoffpumpe und Druckregler optimal arbeiten. Vorhandenen Materialverlust können wir auch nicht beseitigen, aber zumindest weiterem Verschleiß vorbeugen und damit die Lebendauer verlängern.
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